Meist wird die enorme Komplexität der Durchsetzung von Kartellschadenersatzansprüchen unterschätzt. Die größten Erfolgschancen verspricht ein Kartellschadenersatzfall daher bei einer gesamtheitlichen Betrachtung, Strukturierung und Steuerung des Vorgehens. Stückwerk und fragmentierte Herangehensweisen führen im Gegensatz dazu in der Regel nicht zu dem gewünschten Ergebnis. Daher bietet CONICA für kartellgeschädigte Unternehmen an, das gesamtheitliche Case Management zu übernehmen, mithin das gesamte Verfahren der Durchsetzung von Kartellschadenersatzansprüchen zu steuern und operationell abzuwickeln. Dies umfasst neben der Potentialanalyse und strategischen Ausrichtung des Kartellschadensfalles, die Datenaufbereitung und Datenanalyse, die Beratung bei der Entscheidung zur Einbeziehung von Ökonomen zur Schätzung der Schadenshöhe und Einbeziehung von Rechtsanwälten, die Koordination und Steuerung der Ökonomen und Rechtsanwälte, das Beziehungsmanagement zwischen Kartellgeschädigten, Ökonomen und Rechtsanwälten und  das Vergleichs- und Verfahrensmanagement in Abstimmung zwischen dem Unternehmen und der Rechtsberatung unter Abgleich der Verfahrensstrategie.

1. Potenzialanalyse und Strategieberatung

Die Durchsetzung von Kartellschadenersatzansprüchen ist komplex, kostenintensiv und sehr zeitaufwendig. Daher erstellt CONICA zunächst eine Potentialanalyse und analysiert, ob und in welchem Umfang das Unternehmen von einem Kartell betroffen ist und ob, insbesondere unter Berücksichtigung der Kartellmechanik (Laufzeit, Umsatz, Art der Kartellabsprachen, beteiligte Unternehmen), der mit dem Projekt verbundenen Kosten, der Bonität der Kartellanten und der Marktgegebenheiten, eine Durchsetzung des Kartellschadenersatzanspruchs und/oder welche (alternative) Kompensationsstrategie anzuraten ist. Dabei sind bereits alternative Finanzierungsstrukturen (z.B. Prozessfinanzierungen) oder der Verkauf der Kartellschadenersatzforderung in Betracht zu ziehen.

2. Datenanalyse und -aufbereitung

Wir verstehen Ihren Kartellschaden als Produkt, dessen Qualität und damit die Höhe maßgeblich von der verfügbaren Datenqualität und Quantität abhängt. Die erfolgreiche Schadenskompensation hängt daher im Wesentlichen auch davon ab, dass der Bezug der kartellbefangenen Produkte nachgewiesen und dokumentiert werden kann. Dies kann optimaler Weise über Rechnungs- oder Vertragskopien geschehen, alternativ durch elektronische Buchhaltungs- und ERP Systeme. Hierfür analysieren und strukturieren wir Ihre Daten und bereiten diese in der Weise auf, wie dies für den weiteren Vollzug des Projekts erforderlich ist.

3. Schätzung des Kartellschadens

Die Kenntnis der etwaigen Größenordnung des Kartellschadens ist sowohl für die Vornahme von Vergleichsverhandlungen, als auch die gerichtliche Durchsetzung des Kartellschadens oder dessen Veräußerung an einen Investor von wesentlicher Bedeutung. CONICA unterstütz Sie daher im Rahmen des Case Managements bei der Auswahl des Ökonomen, der Daten- und Informationsüberlassung und der Koordination mit dem Ökonomen, insbesondere bei der Schadensschätzung. Das Ergebnis der Schadensschätzung wird mit der Durchsetzungsstrategie verprobt und abgeglichen.

4. Informationsbeschaffung und Verarbeitung

Das Case Management der CONICA umfasst weiterhin die Einholung sämtlicher für die Umsetzung der Durchsetzungsstrategie erforderlicher Informationen, Gutachten und Analysen, insbesondere in Koordination mit Ihrer Rechtsberatung. Auf diese Weise werden Informationsdefizite und Informationsverluste vermieden; die Projektsteuerung wird effektiv und kostensensitiv gestaltet und umgesetzt.

5. Prozesssteuerung

Die Durchsetzung oder der Verkauf von Kartellschadenersatzansprüchen ist einer komplexen Transaktion ähnlich – erfolgreich gelingt dies nicht neben dem Tagesgeschäft. Fachabteilungen sind meist überfordert oder priorisieren (nachvollziehbar) operationellen Belange. Case Management bedeutet die in diesem Zusammenhang erforderlichen Aufgaben (im Wege des „Outsourceings“) effizient und spezialisiert als zentrale Steuerung und Koordinationseinheit wahrzunehmen. CONICA fungiert dabei als zentraler Ansprechpartner und Prozesssteuerer unter Einbeziehung sämtlicher erforderlicher Fakultäten. Ein Reporting und Abstimmungssystem ermöglich Ihnen stets über den aktuellen Stand des Projekts informiert zu sein und die Entscheidungen zielorientiert und effizient zu treffen.

6. Forderungsverkauf

Für den Fall, dass die Durchsetzungsstrategie den Verkauf der Kartellschadenersatzforderung vorsieht, ermöglichen wir Ihnen Zugang zu unseren Investoren, welche auf den Erwerb und sodann auf die Durchsetzung des Kartellschadenersatzanspruchs (im eigenen Namen und eigene Rechnung) spezialisiert sind. Die Höhe des Kaufpreises orientiert sich neben anderen Kriterien in der Regel an der Qualität des Anspruchs. Professionelles Claim Management vermag dabei die wesentlichen Qualitätskriterien sicherzustellen.

7. Prozessfinanzierung

Umfasst die Durchsetzungsstrategie hingegen die Geltendmachung der Kartellschadenersatzforderung im Wege von Vergleichsbemühungen oder der gerichtlichen Durchsetzung, so kann im Einzelfall auch eine ressourcenschonende Prozessfinanzierung sinnvoll erscheinen. Dabei werden Sie von CONCIA auch bei der Auswahl und der Koordination des Prozessfinanzierers unterstützt, zumal das Projekt hierdurch an Komplexität zunimmt, da nunmehr neben der Steuerung des Ökonomen, der Rechtsberatung und den Fachabteilungen des kartellgeschädigten Unternehmens auch die multilaterale Abstimmung und Koordination mit dem Prozessfinanzierer und den im Übrigen an dem Projekt Beteiligten erforderlich wird.